Sanierung der Turmuhr in Mehringen Zeit bald wieder ablesbar

Sanierung der Turmuhr in Mehringen Zeit bald wieder ablesbar

Kirchturmuhr
Albrecht Schneidewind blickt auf das alte Ziffernblatt der Turmuhr. Das wurde jetzt erneuert.
Foto: Frank Gehrmann

Mehringen -

Die Frage nach der Uhrzeit können die Mehringer ab dem dritten Advent ganz genau beantworten. Denn bis dahin soll die Turmuhr an der Kirche wieder angebracht werden.

„Darauf freuen wir uns schon sehr“, verrät Mehringens Ortsbürgermeister Albrecht Schneidewind. Seit einigen Jahren können die Mehringer dort schon keine Uhrzeit mehr ablesen. Dass sich das nun ändert, haben sie vielen Sponsoren und Helfern und ganz vornweg dem Mehringer Ulrich Fügner zu verdanken.



Seit Langem habe der Wunsch im Ort bestanden, dass die Uhr wieder geht. So hat der Gemeindekirchenrat vor über einem Jahr zu einer Spendensammlung aufgerufen und die Mehringer haben sich dabei sehr großzügig gezeigt. „Auch Privatpersonen haben hohe Spenden abgegeben“, weiß der Ortschef. Immerhin konnten so 10 000 Euro in die Sanierung fließen.

Und so konnte im September das Ziffernblatt abgenommen werden. Bisher gab es zwei Ziffernblätter an dem Turm; nach der Sanierung soll man nun die Uhrzeit von drei Seiten des Turms ablesen können. „Das dritte Blatt ist dann von der Seite Westerbergstraße sehr gut zu erkennen“, so Albrecht Schneidewind.

Als man den Kirchturm im Jahr 1881 erbaut hatte, da sollte es eigentlich schon drei Ziffernblätter geben. Warum es später nicht so kam, weiß der Ortschef nicht. Diese Vorbereitungen von damals aber, haben nun bei der Denkmalbehörde geholfen, dass diese ihr Einverständnis für das dritte Blatt geben konnte. Denn baulich muss an dem Turm auf dieser Seite nichts verändert werden.

Eine Bernburger Firma hatte die Uhr 1880 installiert. Diese Firma gibt es heute immer noch. „Die Mitarbeiter dort haben festgestellt, dass die mechanischen Teile an der Uhr so verschlissen sind, dass eine Restaurierung nicht mehr möglich ist. Die Zahnräder waren total defekt. Auch das Ziffernblatt war nicht mehr das beste. Deshalb mussten das Ziffernblatt und auch das Uhrwerk neu gebaut werden“, erklärt Ulrich Fügner. Daraufhin hat man sich dann dafür entschieden, dass künftig eine digitale Technik die Zeiger bewegen soll. Das Uhrwerk sowie die Zeiger werden von einer Firma hergestellt. Die Erarbeitung von den drei neuen Ziffernblättern hat Ulrich Fügner übernommen. „Angesichts der leeren Kirchenkasse ist das preiswerter, als wenn wir die Arbeiten alle in Auftrag gegeben hätten. Allerdings war die Arbeit nicht ganz einfach“, gibt er zu. So mussten erst einmal drei Ziffernblätter hergestellt werden, die einen Durchmesser von immerhin 1,23 Meter haben. Dafür habe er eine Firma aus der Region gefunden, die ihm das Material für die Blätter zugeschnitten und für die Ziffern zur Verfügung gestellt hat. „Die Zeiger werden von einer Firma, die sich auf Kirchturmuhren spezialisiert hat, hergestellt. Sie müssen genau ausgewogen sein, sonst stimmt die Zeit nicht“, weiß Schneidewind. Ulrich Fügner ist derzeit dabei, die Ziffern auf die Blätter zu bringen. „Wir haben uns für römische Zahlen entschieden. Ich denke die sind gut erkennbar“, findet der Mehringer. Davon können sich die Mehringer bald selbst überzeugen. Wenn der Gemeindekirchenrat am dritten Advent zum Konzert in die Kirche einlädt, soll sich der Kirchturm mit seiner funktionierenden Uhr in voller Schönheit zeigen. (mz)

MZ von Marion pocklitz 01.12.15

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