Preise der Stadt - Ehrung für engagierte Bürger und Firmen

Preise der Stadt - Ehrung für engagierte Bürger und Firmen

Aschersleben -Ehrenbürgerin Frau Müksch

Wenn der Ascherslebener Oberbürgermeister Andreas Michelmann die Amtskette anlegt, dann geht es im großen Saal des Rathauses meist feierlich zu. So wie am Freitagabend, als Michelmann die diesjährigen Preise der Stadt Aschersleben an die Preisträger überreichte.

Höhepunkt des Abends war die Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Dorothee Mücksch, die sich für ihr vielfältiges Engagement zum Wohle der Stadt seit der politischen Wende in die Liste der Ehrenbürger der Stadt Aschersleben eintragen konnte.

Baupreis

In der Kategorie Bau heißt der Preisträger Armin Junghanns. Er habe das historische Pfarrhaus in der Oberen Dorfstraße 63 in Groß Schierstedt mit viel Fingerspitzengefühl in die Moderne überführt, hieß in der Laudatio. Im Dezember 2016 setzte sich Armin Junghanns gegen Mitbewerber durch und war bereit, dem Gebäude wieder seinen alten Glanz zu verleihen.

Armin Junghanns


In enger Zusammenarbeit mit dem Restauratorenkollegium um Christoph Hänel erarbeitete man ein Sanierungskonzept, das den anspruchsvollen Vorgaben der Unteren Denkmalschutzbehörde entsprach und schließlich genehmigt wurde. Ebenfalls komplett saniert wurde von ihm auch der Luthersaal, der in den Wintermonaten von der evangelischen Kirchengemeinde als Winterkirche genutzt wird und nebenher als Räumlichkeit für die Seniorenkreise genutzt wird.

 

Bildungspreis

Den Bildungspreis erhielt Grit Geschke für ihre hervorragende Tätigkeit als Chorleiterin des Stephaneer-Chors. Als Chefin des Schulchors, dem 80 junge Gymnasiasten angehören, gibt sie mit viel Leidenschaft und mit außerordentlichem Einsatz ihr Wissen, ihr Gespür für die Musik und ihre Ideen für die Inszenierung, die sich durch viel Liebe zum Detail auszeichnen, weiter, hieß es in der Laudatio.

Grit Geschke

Das Ergebnis dieser Arbeit kann Jahr für Jahr in Form des Weihnachtskonzerts, des Sommerkonzerts oder bei einer der zahlreichen Veranstaltungen, bei denen der Chor der Stephaneer auftritt, erlebt werden. Zudem ist die Preisträgerin Mitglied der weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannten Big Band Aschersleben.

Wirtschaftspreis

Der Wirtschaftspreis der Stadt Aschersleben würdigt seit vielen Jahren hervorragende Leistungen von hier ansässigen Unternehmern. In diesem Jahr wird der Wirtschaftspreis an die Dr. Junghanns GmbH in Groß Schierstedt für die hervorragende Arbeit auf dem Gebiet der Arznei- und Gewürzpflanzen verliehen.

Wolfram Junghanns

Wolfram Junghanns und sein Team, welches gegenwärtig aus 13 Mitarbeitern besteht, beschäftigen sich mit dem Vertragsanbau, dem Handel sowie der Forschung und Entwicklung von Arznei- und Gewürzpflanzen. Bis heute wurden Geschäftsbeziehungen in über 29 Länder aufgebaut und zahlreiche nationale und internationale Projekte in der Forschung und Entwicklung betrieben.

Bürgerpreis

Der Mehringer Ulrich Fügner ist so etwas wie der Organisator in seinem Heimatort. Unter anderem hält er die Fäden bei der Organisation der alljährlichen dörflichen Höhepunkte in den Händen. So bei der Vorbereitung und Durchführung des Schützenfestes, Erntedankfestes und des Weihnachtsmarktes.

Ulrich Fügner

Fügner organisiert zu den Festveranstaltungen niveauvolle Vorträge über historische Ereignisse, die bei den Zuhörern immer wieder großes Erstaunen hervorrufen und auf ein beachtliches Interesse stoßen. Nicht zuletzt trug der Preisträger durch viel Eigeninitiative dazu bei, dass die baulich desolate Flutgrabenbrücke in Mehringen wieder nutzbar gemacht werden konnte. Ohne dass der Stadt Kosten entstanden, betonte Oberbürgermeister Michelmann.

Anerkennung

Mit einer förmlichen Anerkennung wurde am Freitagabend die Ascherslebener Gebäude- und Wohnungsgesellschaft bedacht. Die hatte in Ermangelung eines privaten Investors für die Sanierung des Stadtquartiers „Hopfenmarkt/Halken“ im Jahr 2017 das Heft des Handelns in die Hand genommen.

In Kooperation mit dem Berliner Architekturbüro Jürgen Beuchert und der in Aschersleben ansässigen Ingenieurplanungsgesellschaft Wohlrab, Landeck und Cie wurde ein umfangreiches Sanierungskonzept erarbeitet.

Mike Eley

Es gelang, die Fassaden zu erhalten und so zu sanieren, dass sie sich harmonisch in das historische Wohnquartier einfügen. Die „Förmliche Anerkennung“ nahmen AGW-Geschäftsführer Mike Eley und sein Vorgänger Wolfgang Adam, der das Projekt gestartet hatte, gemeinsam entgegen. (mz.)

von Harald Vopel, 07.01.2019

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