Feuerwehr Mehringen Neuwagen wieder im Gespräch

Feuerwehr Mehringen Neuwagen wieder im Gespräch

Feuerwehr MehringenDas später gestohlene und angezündete Fahrzeug der Mehringer Ortswehr bei einem Tag der offenen Tür in Winningen.
Foto:

Frank Gehrmann

Aschersleben -

Die Finanzierung ist durchgerechnet, das Geld wäre da, wenn der Stadtrat zustimmt. Nur das Fahrzeug lässt noch auf sich warten. Vielleicht gehen noch eineinhalb Jahre ins Land, ehe die Freiwillige Ortsfeuerwehr Mehringen wieder mit einem eigenen neuen Einsatzfahrzeug ausrücken kann.



Eigentlich sollte alles viel schneller über die Bühne gehen. Aber da hatte die Stadt Aschersleben die Rechnung ohne den Anbieter eines Vorführwagens gemacht. Auf ein solches Fahrzeug hatte man sich nämlich im Ascherslebener Rathaus so gut wie festgelegt. Zumal es fast schon wie ein Glücksfall erschien, als nach längerer Recherche überhaupt ein Vorführfahrzeug angeboten wurde.

Den Stadträten lag eine Beschlussvorlage über eine überplanmäßige Ausgabe in Höhe von rund 295.000 Euro - inklusive einer Versicherungssumme von rund 136.000 Euro - zur Entscheidung vor. Mit diesem Geld sollte ein im vergangenen Jahr aus dem Mehringer Depot gestohlenes und dann von den bis heute unbekannten Tätern angezündetes Altfahrzeug durch ein Vorführfahrzeug vom Typ HLF10 (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) ersetzt werden.

Änderungsantrag vorgelegt

Wie sich jetzt allerdings herausstellte, war eine andere Kommune schneller und hat der Stadt Aschersleben das vermeintliche Schnäppchen vor der Nase weggeschnappt. Was man an der Eine nämlich nicht gewusst habe, wie Oberbürgermeister Andreas Michelmann erklärte: Der Anbieter hatte das Vorführ-Feuerwehrauto bundesweit ausgeschrieben und verfügt, dass der Erstanbieter den Zuschlag erhalten solle. Und das war am Ende nicht Aschersleben.

Deshalb hat Michelmann jetzt einen Änderungsantrag zur Beschlussvorlage über die überplanmäßige Ausgabe zur Beschaffung des Vorführwagens auf den Tisch gelegt. Die Ausgabe soll in gleicher Höhe beschlossen - und für den Kauf eines Neuwagens verwendet werden. Der würde auf Grundlage durchgeführter Marktanalysen rund 325.000 Euro kosten.

Die noch fehlenden rund 30.000 Euro könnten aus einer für den Brandschutz vorgesehenen Buchungsstelle im städtischen Haushalt gedeckt werden, heißt es in der Änderungsvorlage des OB. Der städtische Finanz- und Verwaltungsausschuss hat dem Änderungsantrag bereits zugestimmt. Die endgültige Entscheidung soll am 18. Mai im Stadtrat fallen.

Dann könnte auch das Hin und Her um die Beschaffung des Ersatzfahrzeugs für die Mehringer Ortswehr ein Ende finden. Anfänglich liebäugelte die Stadt nämlich mit dem Kauf eines Gebraucht- oder Vorführwagens. Nachdem feststand, dass dieser Markt so gut wie leer gefegt war, sollte es ein Neufahrzeug sein, bevor schließlich doch noch das besagte Vorführmodell ins Gespräch kam.

Und jetzt doch wieder ein Neuwagen. Stimmt der Stadtrat zu, wird die Stadtverwaltung eine Ausschreibung erarbeiten. Nach drei bis vier Monaten könnte dann einem Hersteller der Zuschlag erteilt werden.

Bis das Fahrzeug schließlich vom Band läuft, dürfte noch einmal ein gutes Jahr vergehen, erklärte OB Michelmann den Mitgliedern des Finanz- und Verwaltungsausschusses. Bis dahin steht der Mehringer Ortsfeuerwehr weiterhin ein von den Winninger Feuerwehrkameraden bereitgestelltes Einsatzfahrzeug zur Verfügung. (mz)

MZ von harald vopel 02.05.16

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