Feuerwehr Mehringen Der Mann für alle Fronten

Feuerwehr Mehringen Der Mann für alle Fronten

Mehringen -Feuerwehr Mehringen Martin Bork

Dass er einmal zur Feuerwehr gehen würde, stand für Martin Bork früh fest. Schon als kleiner Junge habe er immer über die Mauer zum damaligen Mehringer Depot „geillert“.

Erst mit zehn Jahren durfte er offiziell in die Freiwillige Feuerwehr eintreten. „Denn damals gab es noch keine Kinderfeuerwehr“, erklärt der 32-Jährige.

Das haben die Mehringer Kameraden längst nachgeholt und über die Jahre viel Arbeit in die Kinder- und Jugendarbeit investiert.

Mit positivem Ergebnis: Insgesamt 18 Jungen und Mädchen gehören der Jugendwehr inzwischen an, sagt Bork, der die Leitung der Gruppe inne hat.

Wöchentlich organisiert er Treffen, bei denen die Jugendlichen an die Arbeit der Wehr herangeführt werden. Hinzu kommen Ausflüge und Veranstaltungen wie Osterfeuer und Zeltlager.

„Das macht richtig Spaß, weil man merkt, dass viele auf der richtigen Spur geblieben sind“, so Bork über seinen Antrieb.

Man merkt ihm an, dass er stolz über die Entwicklung der Jugendlichen ist, von denen ein junger Mann erst kürzlich in den Kreis der Erwachsenen - in die Freiwillige Feuerwehr Mehringen - aufgenommen worden ist.

In der ist auch Martin Bork ehrenamtlich aktiv. Und das offenbar zur Zufriedenheit der Kameraden und der Wehrleitung.

Denn vor wenigen Wochen wurde der 32-Jährige in den Fachdienst 2 des Katastrophenschutzes des Salzlandkreises berufen.

Zusage kam im Sommer

Im Sommer habe er einen Anruf von Stadtwehrleiter Christoph Voigt erhalten. Der bisherige Zugführer sei aus dem Amt ausgeschieden, habe Voigt ihm erklärt. „Weil ich die nötige Ausbildung besitze, hat er mich dann gefragt, ob ich nicht Lust habe. Und ich habe ja gesagt“, erinnert sich Bork.

Bisher allerdings musste er in seiner neuen Funktion noch nicht ausrücken. Gefragt ist seine Person erst, wenn es im Salzlandkreis zu Extremsituationen wie einer Zugkatastrophe oder einem Hochwasser kommt.

Immer dann also, wenn mehrere Feuerwehren zur gleichen Zeit an einem Einsatzort koordiniert werden müssen.

Einen klaren Kopf behalten

Als Zugführer, so Bork, ist es seine Aufgabe, drei Gruppen von je neun Mann zusammenzuführen und während des Einsatzes zu organisieren. Im größten Stress also liegt es an ihm, einen klaren Kopf zu bewahren.

Die besondere Schwierigkeit: Bork kann sich dabei nicht wie bisher auf seine Kameraden aus Mehringen verlassen, sondern arbeitet dann mit Feuerwehrmännern aus dem ganzen Kreis zusammen.

Aus der Ruhe bringt den 32-Jährigen das nicht. „Nervös ist man immer, denn man weiß nicht, was kommt“, so Bork. Sobald er aber im Auto sitze und seine Uniform anhabe, verfliege das Gefühl.

Alles eine Frage der Erfahrung also. Und die will der 32-Jährige auch weiterhin an den Nachwuchs seines Heimatortes weitergeben.

(mz) von Christiane Rasch, 18.02.2018

 

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