Feuerwehr Drohndorf siegt beim Bus-Trekking

Feuerwehr Drohndorf siegt beim Bus-Trekking

 

Bus trekking

Die Altherren aus Mehringen unterlagen beim Bus-Trekking knapp. Foto: Frank Gehrmann

Sie war bestens vorbereitet und doch den Feuerwehrleuten aus Drohndorf beim Bus-Trekking unterlegen: die Mannschaft Alte Herren 300 aus Mehringen.

Die Fußballer trugen also neben uniformierten T-Shirts und Hosen auch Stollenschuhe, die auf dem steinigen, aber doch einigermaßen rutschigen Untergrund vor dem Mehringer Festsaal den nötigen Halt geben sollten, während das fünfköpfige Team den immerhin rund elf Tonnen schweren Bus über 25 Meter zog. Das sah in der Tat zwar recht flott aus, die meisten, wenn man so will, Pferdestärken aber brachten nun aber die mitunter stämmigeren Kameraden aus Drohndorf auf die Kurzdistanz. Sie gewannen am Ende in rund 30 Sekunden und qualifizierten sich damit für die Stadtmeisterschaft im nächsten Jahr in Aschersleben, wie Moderator und Organisator Ullrich Fügner erklärte. Während des Wettkampfes am frühen Samstagabend hatte es doch tatsächlich einmal aufgehört zu regnen. So fanden sich wieder einige Mehringer entlang der Strecke an, um den vielen Männern, einigen Frauen und schließlich noch Kindern beim kräftezehrenden Bus-Trekking zuzusehen, das vor einigen Jahren mal von den Organisatoren des Kultur- und Heimatvereins erdacht worden war, um die Lücke zu schließen, die Stars wie Ute Freudenberg oder der mittlerweile verstorbene Achim Mentzel hinterlassen hatten. Zumindest konnten und wollten die Organisatoren die Auftritte nicht mehr länger teuer bezahlen, wie sich Annika Fügner-Meier erinnert, die das dreitägige Fest seit Jahren maßgeblich organisiert.

Ein Besuchermagnet neben den insgesamt vier Umzügen durch das Dorf war anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Heimatfestes auch eine Filmvorführung im Rondell, die der heimatverbundene aber längst verstorbene Mehringer Erich Kämpfer mit seinen Filmaufnahmen früherer Festumzüge überhaupt erst ermöglichte. Der Programmpunkt sei auch deshalb so gut angekommen, „weil sich viele ältere Mehringer wiedererkannt haben“, wie Fügner-Meier sagte. Umrahmt wurde die Vorführung sowohl von einer Diashow, die den Aufbau des Rondells zeigte, als auch von einer kleinen Ausstellung mit Plakaten früherer Heimat- und Schützenfeste, die in den 1970er Jahren noch Dorf-Festspiele hießen und die später eben von großen Namen wie Freudenberg und Mentzel zeugten.


Begonnen hatte das aktuelle Heimat- und Schützenfest wie immer am Freitagabend mit einem Umzug, der vom Spielmannszug aus Meisdorf angeführt wurde, und der obligatorischen Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal. Danach wurde bis in die frühen Morgenstunden im aufgebauten Festzelt getanzt. Zwei weitere Umzüge gab es einen Tag später mit dem Kinderumzug, der von der Fanfarengarde Hettstedt begleitet wurde, und dem Schützenumzug am frühen Nachmittag, an dem sich neben den Aschersleber Stadtpfeifer auch der Schützenverein St. Georg Mehringen aus dem Emsleben beteiligten. Getanzt wurde am Abend natürlich erneut im Festzelt. Neben dem vierten Umzug am Sonntag mit dem Spielmannszug Ermsleben und dem musikalischen Frühshoppen gab es noch einen besonders emotionalen Moment beim Kegelwettkampf. Den gewann nämlich erstmals überhaupt Reinhard Winkler, der Sohn von Oskar Winkler, der 1947, also vor genau 70 Jahren, den Kegelmann, eine Art Wanderpokal, für das Fest stiftete. „Wir hatten alle ein paar Tränen in den Augen“, berichtete Fügner-Meier ob des fast perfekten Spiels von 21 Holz bei drei Versuchen. Somit findet sich erstmals seit sieben Jahrzehnten wieder der Name Winkler am hölzernen Pokal. (mz)

von Marko Jeschor 03.07.17, 09:36 Uhr

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