Dorfleben in Mehringen - Bahnhofstraße bleibt Sorgenkind

Dorfleben in Mehringen - Bahnhofstraße bleibt Sorgenkind

Mehringen -Alte Bahnhofstr.

Dass das Jahr mit einem solch großen Geschenk enden würde, hätte Albrecht Schneidewind nicht gedacht. Noch vor Weihnachten hat die freiwillige Feuerwehr ihr neues Fahrzeug in Empfang genommen.

„Es ist wunderbar, dass der Wunsch in Erfüllung gegangen ist. Denn die Aussichten waren nicht so rosig“, so der Ortsbürgermeister.

 

Dorfleben in Mehringen: Geld für neues Feuerwehrauto gesammelt

Nachdem das alte Einsatzfahrzeug 2015 aus dem Mehringer Depot gestohlen und in Brand gesetzt worden war, mussten die Kameraden lange um Ersatz bangen. Für eine Neuanschaffung stellte das Land keine Mittel in Aussicht, da das alte Fahrzeug bereits bezuschusst worden war, erklärt Schneidewind.

Mithilfe von Stadt, Sponsoren und Versicherung gelang es schließlich jedoch, die benötigte Summe zusammenzugetragen. Dass das neue Einsatzfahrzeug nach langem Warten nun endlich da ist, empfindet Schneidewind als „schönen Jahresabschluss“.

Dorfleben in Mehringen: Umfeld in Ordnung gebracht

Abgeschlossen wurde laut Schneidewind auch die Gestaltung des Eingangsbereiches an der Mehringer Grundschule. „Die ganzen Pfützen sind nun weg“, sagt der Ortschef und erklärt, dass bei passendem Wetter außerdem Arbeiten am Zaun und der Außenanlage folgen sollen.

Mit Blick in die Zukunft hofft Schneidewind, dass die Grundschüler irgendwann wieder in Mehringen ihren Schulsport absolvieren können. „Das große Ziel ist, dass die Turnhalle irgendwann saniert wird“, so der Ortsbürgermeister.

Aus seiner Sicht würden damit nicht nur Transportkosten, sondern auch Zeit gespart - denn derzeit fahren die Schüler mit Sonderbussen zum Sportunterricht nach Aschersleben.

Dorfleben in Mehringen: Thema Bahnhofstraße auf der Agenda

Ebenfalls noch offen ist der grundhafte Ausbau der Bahnhofstraße und der Angerstraße. „Laut Gebietsänderungsvertrag sollte das 2009/2012 schon gemacht werden“, sagt Schneidewind.

„Da muss dringend was passieren.“ Ob es bereits in diesem Jahr zum Baubeginn kommen könnte, wie die Stadt Ende 2016 gegenüber der MZ vage in Aussicht stellte, ist derzeit ungewiss. Schneidwind aber gibt sich hartnäckig: „Wir bleiben da dran.“

In diesem Zusammenhang erklärt er, dass perspektivisch auch der Kanalbau im Ort fortgeführt werden muss. Demnach müssten noch drei Grundstücke an das Abwassernetz angeschlossen werden.

Dorfleben in Mehringen: Baugebiet erweitern

Ein anderes Thema, das dem Ortsbürgermeister und seinem Stellvertreter Norbert Schwab unter den Nägeln brennt, ist die Wohnsituation in Mehringen. Leerstand sei kein Problem, erklären beide.

Ganz im Gegenteil: Verfügbare Immobilien würden schnell wieder belegt, weshalb beide seit längerem mit dem Gedanken spielen, das Baugebiet Am Borntal - ehemals Weinberg - zu erweitern und neue Flächen zur Bebauung zu schaffen.

„Strom, Gas, Abwasser, das ist alles da“, begründet Ortschaftsrat Schwab die Idee. Seiner Meinung nach wäre die Erschließung eine einfache Sache - die dem Ort allerdings seitens der Stadt verwehrt worden sei. Stattdessen sei die Lückenbebauung vorzuziehen. Damit allerdings wollen sich die beiden Mehringer nicht zufrieden geben.

Dorfleben in Mehringen: Vereinsleben funktioniert

Zufrieden hingegen sind beide mit dem Vereinsleben. Neben der freiwilligen Feuerwehr, die Schneidewind als tragende Säule im Ort bezeichnet, lobt er auch die Arbeit des Geflügel- und des Heimatvereins, der Schützengesellschaft sowie der Fußballer vom FSV Drohndorf/Mehringen 1990 e.V.. Letzterer hat laut Schwab mehr als 100 Mitglieder.

„Da profitieren auch die Schulen, wenn die Zusammengehörigkeit da ist“, sagt Schwab. (mz)

Von Christiane Rasch, 15.01.18, 09:55 Uhr

 

 

 

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