Beim Bau sich vor die Karre gespannt - MZ-Rose für Bernd Schewe

Beim Bau sich vor die Karre gespannt - MZ-Rose für Bernd Schewe

Bernd Schewe ist seit langem ein rühriger Initiator der Feuerwehr im Wipperort

MZ-Rose für Bernd ScheweBernd Schewe ist in seiner Kameradschaft beispielgebend für Einsatz und Zuverlässigkeit.
(Foto: Susanne Thon)

Mehringen/MZ. Elf fachspezifische Lehrgänge hat der Mehringer Feuerwehrmann Bernd Schewe (52) in der Zeit von 1973 bis 2007 absolviert und sich dabei so viel Wissen und Können angeeignet, dass er als Leiter einer Wehr fungieren könnte. Zu seinen Qualifikationen zählen zum Beispiel die Ausbildung zum Tragkraftspritzen-Maschinisten, zum Atemschutz-Gerätewart, Gruppen- und Truppführer, als Sprechfunker sowie Brandsicherheitswache und Fachmann für vorbeugenden Brandschutz.

Seit April 1994 ist Brandmeister Schewe Mitglied der Wehrleitung im Ascherslebener Ortsteil, seit 2001 stellvertretender Wehrleiter. In der Begründung für die MZ-Rose hob Wehrleiter Axel Trimpert seines Stellvertreters gute Arbeit als Atemschutz-Gerätewart hervor, wodurch die Mehringer Feuerwehr "jetzt immer genügend Atemschutz-Geräteträger hat". Für die einst vorbildliche Wahrnehmung seiner Funktion als Jugendwart wurde Schewe vor neun Jahren mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehr des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet.

Der in Aschersleben Geborene und in Mehringen Aufgewachsene ist gelernter Klempner, Gas- und Wasserinstallateur. Sein Lehrbetrieb war die Produktionsgenossenschaft des Handwerks (PGH) Metall in der Ascherslebener Hohen Straße. Seit 26 Jahren arbeitet er in seinem Beruf im Ascherslebener Krankenhaus. Der verheiratete Vater eines Sohnes war für seine Kameradinnen und Kameraden auch da mit beispielgebend, als ein früherer Schweinestall von 1996 bis 2000 zum Depot umgebaut wurde. "Kamerad Schewe spannte sich, weil die Gemeinde keine finanziellen Mittel hatte, um den Bau fortzuführen, vor die Karre und nahm das Baugeschehen in die Hand. Er arbeitete sogar in seinem Urlaub am Gerätehaus und spornte andere an", heißt es in dem namens der Wehr von Trimpert formulierten Schreiben für die Rose.

Und immer wieder leiste er, dessen Ehefrau Ursula und Sohn Stephan gleichfalls zur Wehr des Wipperdorfes gehören, viele Stunden für dieselbe: bei der Ausbildung, der Arbeit mit den Atemschutz-Geräten und bei Schreibarbeiten.

Dass er sich als Mehringer Ortschaftsrat für seine Feuerwehr ganz besonders ins Zeug legt - das versteht sich nach dem Geschriebenen nun fast von selbst.

Mitteldeutsche Zeitung, von Peter Rosenhahn, 17.04.09, 16:40 Uhr

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