20. Erntedankfest in Mehringen - Die Nadeln im Heuhaufen suchen

20. Erntedankfest in Mehringen - Die Nadeln im Heuhaufen suchen

Landfrauen beim Binden der Erntekrone


Die Mehringer Landfrauen beim Binden einer Erntekrone. Das hat jedes Jahr Tradition.
(BILD: Privat)

Die Mehringer laden am 3. und 4. Oktober wieder einmal zum beliebten Erntedankfest ein. Das Fest findet in diesem Jahr bereits zum 20. Mal statt. Deshalb erwarten die Gäste jede Menge Höhepunkte.



Die berühmte Nadel im Heuhaufen suchen, können Besucher am 4. Oktober in Mehringen. Denn dann wird dort, schon einen Tag vorher, das große Erntedankfest gefeiert. Und das bereits zum 20. Mal. Ein rundes Jubiläum, zu dem sich die Organisatoren jede Menge Höhepunkte ausgedacht haben.
Die Nadeln im Heuhaufen finden

Unter anderem auch, die Nadeln im Heu zu suchen. „Wir werden dazu einen riesigen Haufen Stroh auftürmen und darin dicke bunte Strohhalme - das sind die Nadeln - verstecken. Die kleinen Gäste des Festes dürfen diese dann suchen und die Großen haben ihren Spaß beim zuschauen“, weiß Organisatorin und Landfrau Annette Winkler aus den Jahren zuvor. Weil das immer solch ein Spaß macht, sei das ein Programmpunkt, der beim Erntedankfest immer dabei ist. So auch der große Umzug mit alter Landtechnik und Pferden in verschiedenen Anspannungen, der durch das ganze Dorf geht. „Angeführt wird dieser natürlich vom Erntewagen, auf dem die Erntekrone thronen wird“, weiß Cheforganisator Ulrich Fügner.

Die Landfrauen haben in stundenlanger Kleinarbeit vor einigen Tagen das Prachtstück bereits gebunden. „Sie wird, extra wegen dem Jubiläum, in diesem Jahr größer sein“, sagt Annette Winkler. Gebunden haben die Landfrauen die Krone aus Hafer und Durum - auch Hartweizen genannt. Sie verwenden jedes Jahr anderes Getreide. „Und wir werden immer schneller im Binden. Das macht die Erfahrung. In diesem Jahr haben wir die zwölfte Krone gebunden“, verrät die Landfrau.

Neue und alte Landtechnik beim Schaupflügen

Natürlich wird zum Erntedankfest auch wieder ein Schaupflügen aus alter und neuer Landtechnik gezeigt. Das wird am Sonnabend, dem 3. Oktober ab 14 Uhr auf der Festinsel stattfinden. Der Abend endet dann mit einem Countryball und einem Feuerwerk. „Das hatten wir in den vergangenen Jahren nicht“, freuen sie sich schon auf diesen Höhepunkt. Am Sonntag wird es auch einen Kaninchenausstellung des Kaninchenzuchtvereins Drohndorf geben. Ab 14 Uhr wird auch der Kettensägerschnitzer kommen, es wird ein Bratwurstschießen veranstaltet, mit Kindern getöpfert und außerdem wird auch wieder ein großer Bauermarkt stattfinden, Der Startet am Sonntag ab 10 Uhr mit Grill- Fischspezialitäten, Zuckerwatte, Korbwaren, Spielzeug und vielen mehr.
Beliebter Bauernmarkt

„Der Bauernmarkt kommt bei unseren Besuchern immer sehr gut an. Mittlerweile sind wir mit den Ausstellern zu einer großen Familie geworden“, findet Ulrich Fügner. Eine ganz besondere Familie möchte der Cheforganisator auch an diesem Wochenende begrüßen: Die „Ritter“ von Bünau kehren zu ihren Wurzeln zurück. Zumindest die Nachkommen. „Sie haben jetzt ihre Heimat im Schwarzwald und wollen sich den Ort ansehen“, sagt Ulrich Fügner. Denn einst stand an der Wipper die Burg Bünau.

Darum wird es übrigens auch in einem Vortrag im Ascherslebener Rondell unter dem Motto: „Die Burg Bünau von Mehringen“ gehen, der am 4. Oktober um 14 Uhr stattfinden wird. „Außerdem haben wir noch etliche Überraschungen für unsere Gäste vorbereitet. Wir freuen uns schon riesig auf das Fest“, sind sich die beiden Organisatoren einig. (mz)

Mitteldeutsche Zeitung von Marion Pocklitz, 25.09.2015 15:44 Uhr

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